Wenn von Tomatensuppe die Rede ist, denken viele an Suppe aus der Dose oder Tüte. Dabei ist es ganz einfach, frische Tomatensuppe selbst zu kochen – und außerdem viel leckerer.

(für 4 Personen, Zubereitungszeit ca. 45 Minuten)

4 rote Zwiebeln • 3 Knoblauchzehen • 3 Dosen gestückelte Tomaten á 400 g (gern bereits mit Oregano, Chili oder Knoblauch gewürzt) • 10 reife, aromatische rote Strauch- oder Eiertomaten • 1 Weizen- oder Mischbrot (ca. 2 Pfund) • 1 Becher saure Sahne • 1/2 l heiße Gemüsebrühe • Olivenöl • Zucker • Salz • Pfeffer • Chili • Limette • Basilikum • Oregano

Und so wird’s gemacht

Zwiebeln und Knoblauch schälen, in kleine Würfel schneiden, in etwas Olivenöl anschwitzen. Vorsicht, nicht braun werden lassen! Die Dosentomaten dazugeben, unterrühren. Inzwischen die frischen Tomaten von Strunk und Kernen befreien (dafür gibt es einen sehr praktischen Helfer), ebenfalls in Stückchen schneiden und in den Topf geben.

Ca. 2 EL Zucker beigeben, das hebt den Geschmack der Tomaten und balanciert die Säure aus. Immer wieder gut umrühren, damit nichts anhängt. Etwas heiße Gemüsebrühe hinzufügen, damit eine Suppenkonsistenz entsteht. Mit Salz, Pfeffer, Chilli und etwa 3 TL getrocknetem Oregano abschmecken (im Sommer gerne auch mit frischem).

Um die Suppe ein bißchen sämiger zu bekommen, mit einem Kartoffelstampfer die Tomatenstücke vorsichtig breiig drücken – allerdings nicht zu heftig, sonst ist das Mouthfeeling dahin. Ich liebe es, wenn man die verschiedenen Konsistenzen noch erkennen kann: breiige Tomatenstücke, aber auch noch fast bissfeste rohe Stücke, die Zwiebelwürfel, später die Croutons und die Basilikumblätter.

Nun den Laib Brot von seiner Rinde befreien (einfach mit einem großen Messer auf einem Küchenbrett liegend in zwei Finger breiten Stücken abschälen), Rinde aufheben! Das verbliebene Innere erst in schmale Scheiben, dann in Streifen und zuletzt in kleine Würfel schneiden. Die Menge sollte in etwa der Menge der gesamten Tomatenstückchen entsprechen. Die Brotwürfel in die Suppe geben. Solltet ihr zu viele Brotwürfel haben, röstet sie einfach in einer Pfanne mit etwas Öl und Streuwürze an, und ihr habt eure eigenen Croutons hergestellt und könnt sie beim Anrichten über die Suppe geben!

Die abgeschnittenen Brotrindenstücke auf ein Backpapier geben, mit Olivenöl beträufeln, mit etwas Streuwürze bestreuen und kurz anrösten lassen. Sie lassen sich herrlich zur Suppe knuspern. Die Suppe muss gar nicht lange kochen. Sowohl die Zwiebelwürfel als auch die frischen Tomatenstückchen sollten noch etwas Biss haben. Vor dem Abschmecken Limettenzesten und -saft, sowie die saure Sahne unterrühren. Eventuell nochmals nachwürzen. Die Suppe auf Tellern anrichten, mit frischem Basilikum bestreuen. Sollte tatsächlich etwas Suppe übrigbleiben, lasst ihr diese am folgenden Tag noch etwas einkochen und habt damit einen herrlichen Bruschetta-Belag!

Und jetzt (wie der Hesse sagt): Guud schmegge lasse!