Vor ein paar Tagen habe ich ein ganz besonderes Weihnachtspäckchen erhalten: meine erste Blogger-Post. Absenderin ist Stefanie Sonnleitner vom Wasserwald-Blog. Mit ihrem Geschenk hat sie mich wirklich zum Schmunzeln gebracht: eine Kartoffelwiege! Vor ein paar Wochen hatte ich noch nicht einmal geahnt, dass es so etwas gibt! – bis Stefanie einen meiner Blogbeiträge kommentierte, ein Martinsgans-Rezept mit Knödeln, in dem auch eine Kartoffelpresse in Aktion trat.

„Gibt’s bei euch keine Kartoffelwiege – die is doch viel praktischer als die -presse. Versteh gar, nicht warum sich Leute mit dem Ding plagen!“, schrieb sie damals lakonisch unter meinen Text. Obwohl ich schon seit Jahren mit all den Dingen handele, die in eine gut ausgestattete Küche gehören, musste ich zugeben, dass mir eine Kartoffelwiege völlig fremd ist. Kein mir bekannter Hersteller hat so ein Gerät im Sortiment. Nicht einmal Google konnte mir helfen, meine Wissenslücke zu schließen.

Inzwischen haben Stefanie und ich einige Mails gewechselt, und ich habe dabei gelernt, dass so eine Kartoffelwiege wohl ein recht hilfreiches Gerät ist – und eine österreichische Spezialität. „Für Kartoffelteig und so find ich die halt viel, viel, viel besser. Für Püree is sie natürlich nix, da nehmen wir einen Stampfer, da dürfen die Kartoffeln bei uns den Topf nicht verlassen“, schreibt Stefanie. Während die Kartoffelpresse mit reinem Muskelschmalz angetrieben wird, kann man beim Quetschen mit der Kartoffelwiege auch das Körpergewicht ins Spiel bringen. Dadurch ist die Arbeit viel weniger anstrengend, gerade wenn mal für eine größere Mannschaft gekocht werden soll. Das leuchtet mir ein.

Und Stefanie muss es wissen, schließlich leitet sie gemeinsam mit ihrer Mutter Sissy das preisgekrönte Restaurant und Landhaus Kellerwand in Kötschach-Mauthen in Österreich. Über Essen, Kochen und vieles mehr schreibt sie auch in ihrem Blog.

Liebe Stefanie, ich danke dir herzlich für diese Weihnachtsüberraschung! Meine Frau Moni ist auch sehr neugierig, wie sich die Kartoffelwiege bewährt. Beim nächsten Knödelgericht im Trautmann’schen Haushalt wird sie definitiv zum Einsatz kommen.

PS: Unter dem Namen Wiegepresse gibt’s die Kartoffelwiege übrigens im Greißlerladen von Willi Haider.